Die Oxidationsinduktionszeit (OIT) und -temperatur (OOT)

Die Oxidationsinduktionszeit (OIT) und -temperatur (OOT) wird in einem Dynamischen Differenzkalorimeter DDK (Englisch Differential Scanning Calorimeter - DSC) gemessen.

Dieses einfache Standardtestverfahren charakterisiert die Oxidationsstabilität von Ölen, Fetten, Treibstoffen oder Polymeren. Die Information ist deshalb wichtig, da äußere Einflüsse wie Licht, chemische oder biologische Stoffe sowie Strahlung und Temperatur die physikalischen Eigenschaften eines Materials stark verändern können. 

Es gibt zwei Standard OIT- Verfahren: Zum einen die dynamische Prozedur, bei welcher die Probe in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre stetig erhitzt wird und die Oxidation als Änderung im Kurvenverlauf beobachtet werden kann. Dazu werden sowohl die Temperatur als auch die Dauer ab Beginn der Oxidation gemessen.

Auf der anderen Seite gibt es das statische Verfahren, bei dem die Probe in einer Schutzatmosphäre, typischerweise Stickstoff, bis auf 190 - 220 °C erhitzt wird. Nachdem eine konstante Temperatur erreicht wurde, wird Sauerstoff oder Luft in die Kammer eingeführt. Anschließend wird die Dauer zwischen Sauerstoff- / Luft-Einlass und Beginn der Oxidation (exothermer Effekt) gemessen.