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LVR2 / K - Netzüberwachung

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Einführung 

Der LVR 2 / K ist ein spezielles System zur Komplettanalyse der Netzversorgung in Krankenhäusern. Der Systemumfang besteht aus einem voll integrierten Meßgerät, das einen Pentium-PC beinhaltet, basierend auf einem Laptop, und unter einer leicht verständlichen  WINDOWS-Oberfläche läuft. Alle Ein- und Ausgänge sind in einer separaten Anschlußbox integriert. 

Das Programm des LVR 2 erlaubt die Abspeicherung der Meßdaten kontinuierlich in einen Ringspeicher sowie zusätzlich signalbedingt unter Triggerbedingung mit Pretrigger. Die gespeicherten Meßdaten können zu einem späteren Zeitpunkt wieder visualisiert und mit einer sehr umfangreichen Werkzeugpalette ausgewertet werden. Weiterhin ist es möglich, diese Daten ins Textformat zu konvertieren: Somit können sie von anderen Programmen, wie z. B. EXCEL, zur weiteren Auswertung verwendet werden. 

Sechs von den acht analogen Meßkanälen sind für die  Messungen der Spannungen und Ströme der drei  Phasen konfiguriert. Die restlichen zwei Meßkanäle können für die Messung zusätzlicher Signal im Kleinspannungsbereich  beliebig konfiguriert werden. 

Systemphilosophie 

Höchstmögliche  Zuverlässigkeit des Meßsystems war der Grundgedanke bei der Entwicklung eines Netzüberwachungsystems, das speziell auf die Anforderungen bei der elektrischen Energieversorgung in Krankenhäusern zugeschnitten ist. Dort können z. B. induktive Lasten von Motoren und Schaltvorgänge von Anlagen  zu Störungen oder Fehlfunktionen von empfindlichen medizinischen Geräten führen. 

Das Programm des LVR2/K  wurde geschrieben unter einer der modernsten erhältlichen Programmiersprachen, die mit einer graphischen Programmieroberfläche arbeitet. Hierdurch ergibt sich eine  sehr große Flexibilität bei Programmänderungen sowie eine hohe Fehlerfreiheit der einzelnen Module als auch des Gesamtsystems. Um eine hohe Geschwindigkeit bei der Erfassung zu gewährleisten, sind Module zur Behandlung zeitkritischer Vorgänge, wie z.B. die Triggerung, komplett mit der Sprache  C entwickelt und implementiert. 

Es ist möglich, mehrere  Erfassungs/Auswertungs-Fenster über die Task-Leiste des Betriebssystems umzuschalten, sowohl während der Erfassung als auch später bei der Auswertung. 

Zwei Versionen können erworben werden: 

Basisversion:  Erfassung von Spannungsänderungen und Spannungseinbrüchen, bzw. der Ströme 
Vollversion:  Erfassung zusätzlich von Oberwellen, Phasenverschiebung und Frequenzschwankung 
 

System  -  Hardware 
 
Rechner: Format: Laptop, CPU Pentium (©), 32 Mbyte RAM, 2.1 GByte Festplatte, 
1.44 Mbyte Floppy, CD-ROM-Laufwerk, 1 x serieller Port, 1 x paralleler Port, Betriebssystem Windows98 (© Microsoft) 
Eingabe:   Standardtastatur, Maus 
Display:  12,1"-TFT-Farbbildschirm 
Anschluß für externen Monitor:  VGA-Buchse 
Anschluß für Drucker:  Centronics-Port 
Meßdatenerfassung – Spezifikationen 
 
Meßdatenerfassung – Spezifikationen
 
Summenabtastung: bis zu 100 kHz
Analoge Meßkanäle:  8
Eingangsbereiche:  3 x 230V / 500V 
3 x 20 mA / 5 A 
2 x +/- 2.5V
Auflösung:  12 Bit
DC-Genauigkeit
Integrale Linearität: +/- 0.75 LSB
Differentielle Linearität: +/- 1 LSB 
Systemfehler: 0.27 % Auflösungsbereich
AC-Genauigkeit 
Effektive Bit-Anzahl (ENOB): 11.6 Bit 
Verhältnis Signal / Rauschen: 72 dB bei 10 kHz Signal 
Digitalausgänge:  2 x TTL Signal für Alarmmeldung 
Digitaleingänge: 2 x TTL (optional)
Schutzklassen:  VDE 
 

LVR 2 - Software  

Konfiguration der Erfassung / Auswertung 

Konfiguration der Meßkanäle: 

Zuordnung von Namen und physikalischen Einheiten,  Skalierung durch 
einfache Eingabe über Fenstergrenzen: Abbildung Meßsignal auf Meßwert 

Festlegung der Abtastung:  

Frei wählbare Summenabtastung des A/D-Wandlers 
Standardwert: 1000 Werte / s 
Minimalwert: 1 Wert / s 
Maximalwert: bis zu 10.000 Werte / s 

Berechnung von virtuellen Kanälen:  

Verknüpfung von zwei Meßkanälen zu einem "virtuellen" Kanal 
Berechnung der 3 Dreiecksspannungen (400V) aus den angeschlossenen 
3 Leiterspannungen (230V) 

Zuordnung der Kanäle zu den Diagrammen: 

Unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten: 
Alle Spannungen auf ein Diagramm 
Alle Ströme auf ein Diagramm 
Alle Phasen (Spannungen und Ströme) auf ein Diagramm 
und weitere Kombinationen 
Bis zu max. 16 Kanäle pro Diagramm, Auswahl  von 1 oder 2 Y-Skalen pro Diagramm 

Zuordnung der Diagramme zu den Fenstern: 

1 oder 2 Diagramme pro Fenster 

Bestimmung der Triggerbedingungen: 

Zustandstriggerung und Flankentriggerung, Verknüpfung mehrerer Kanäle mittels UND/ODER-Logik, Pre-Trigger. 

Triggerarten: 
Meßdatenerfassung starten/stoppen 
Grafikausgabe auf Diagramm stoppen 
Dateiaufzeichnung starten/stoppen 
Dateiaufzeichnung bei einem oder jedem Triggerereignis 

Einstellungen speichern und laden: 

beliebig viele Anwendungsfälle in beliebig vielen Dateien 

Speicherung der Meßdaten 

Zwei Speicherarten:  

Ringspeicher: Zeitkontinuierliche Speicherung (bis zu ca. 2 Mrd. Werte) 
Triggerspeicher: Ereignisbedingte Speicherung mit beliebig vielen Ereignissen 

Visualisierung der Meßdaten 

Zwei Fensterarten: 

Standardfenster: 8 Fenster mit je 1oder 2 Diagrammen 
Optionale Fenster: Visualisierungsfenster für die FFT (Fast Fourier Transformation) 

Diagramme:  

Darstellung einzelner Kanäle im Y-Zeit-Diagramm. Farbe, Punktart/-größe, Linienart/-stärke, Interpolation, Integral, relative/absolute Zeit, Y-Skalen, frei wählbar. 

Werkzeuge zur Meßdatenaufbereitung:  

Cursor:  2 Cursor mit Anzeige von Zeit und Meßwert 
Zoom:  Zeit-, Amplituden- und Ausschnittszoom, Vergrößern/Verkleinern Grafikausgabe:  Durchschieben des Datenspeichers, direkte Zeiteingabe oder relative Positionierung zum Diagramm. 

Alarmausgang:  

Beim Auftreten eines Triggerereignisses wird ein Digitalsignal ausgegeben 
(z. B. für die Ansteuerung eines akustischen oder visuellen Alarms) 

Export der Meßdaten: 

Export in Textdatei (ASCII-Dateiformat, z.B. für EXCEL, LOTUS, einstellbar) 
Erzeugung von frei definierbaren Dateiblöcken mit auswählbarem Datei-Header 
 

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