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Waagerechte/Senkrechte
Messanordnung


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Durch elektronische Differentiation des TG-Signals wird gleichzeitig die 1. Ableitung der Gewichtsänderung nach der Zeit registriert (TG/DTG). Die gesamte Waagenanordnung ist vakuumdicht abgeschlossen. Somit kann man Messungen in Vakuum bis 10-4 mbar durchführen oder Druckabhängigkeiten untersuchen. Man kann in statischer Atmosphäre oder in strömendem Gas messen.
Es können auch Messungen in korrosiver Atmosphäre durchgeführt werden, wobei die empfindlichen Waagenteile durch Inertgas zuverlässig geschützt werden. Diese vielen Kombinationsmöglichkeiten eines ausbaufähigen Thermowaagen-Systems gewährleisten die universelle Einsetzbarkeit. Hinzu kommt noch die leichte Bedienbarkeit durch elektrische Tarierung und fernbedienbare Arretierung. Die Thermowaage ist in waagrechter Ausführung bis 1000°C und in senkrechter Ausführung bis 1550°C als Tischmodell lieferbar. Lediglich bei höheren Temperaturen von 1750°C und 2400°C ist wegen der Schwere des Ofens ein Gestell notwendig.

Picture 1
Basiswaade für horizontale und vertikale Messungen (Abb.1)

Die Erfassung der Meßsignale erfolgt über einen Computer mit einer speziellen Linseis Datenerfassungskarte. Die einzelnen Software Module, Erfassung und Auswertung, laufen ausschließlich unter WindowsBetriebssystem. Die Meßdaten können im ASCII Format beliebig exportiert werden (z.B. Excel).
Als STA (Simultane Thermische Analyse) bezeichnet man die Kombination aus einer Thermowaage und einer DTA/HDSC. Hierbei erhält man Informationen über Gewichtsveränderungen und Energieumsätze.

Waagrechte Messonordnung (Abb. 1)

Die waagrechte Arbeitsweise wird für Messungen im Temperaturbereich bis 1000°C gewählt. Wegen des extrem langen Hebelarms erreicht man hier die höchste Empfindklichkeit. Der große Vorteil dieser Anordnung kommt bei Messungen im strömenden Gas zum Tragen. Hier kann man bis tief in die metastabile Phase der laminaren Strömung messen, da die Strömungsrichtung senkrecht zur Auslenkung liegt. Die Probenaufnahmen erlauben ein günstiges Oberflächen-/VolumenVerhältnis, so daß ein schneller Gasaustausch erfolgt.

Picture 2
Waagerechte Meßanordnug (Abb.2)

Senkrechte Messanordnung

Als großer Vorteil muß hier die höhere Endtemperatur genannt werden. Die Längenausdehnung der Probeaufnahme ändert sich vertikal und beeinflußt nicht das Ergebnis.
Daneben wird bei der senkrechten Arbeitsweise eine günstige Zentrierung des Meßsystems erreicht. Es können DTA/HDSC Messungen mit höherer Empfindlichkeit und besserer Trennschärfe durchgeführt werden.

Picture 3
Detailaufnahme der Spannbandlagerung (Abb.3)




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