Dilatometrie ist eine analytische Methode zur Messung
der Dehnung oder Schrumpfung von Festkörpern in Abhängigkeit von der
Temperatur.
Die Firma Linseis baut seit über 40 Jahren Dilatometer zur genauen Bestimmung
von Ausdehnungskoeffizienten an unterschiedlichen Festkörpern und Materialien.
Traditionell wird die Dilatometrie auch zur Erstellung von ZTU-Schaubildern
an Metallen und deren Legierungen eingesetzt. Ein innovatives Anwendungsgebiet
ist die Untersuchung der Schrumpfung bei Sinterprozessen von Keramiken u. a.
Prinzipiell wird mit den LINSEIS-Dilatometern die Ausdehnung eines Probenstabes
während einer Temperaturänderung gemessen. Beim einfachen Absolutdilatometer
wird die Ausdehnung einer Probe gemessen. Beim Differenz-Dilatometer
resultiert der dLWert aus der Differenz der Ausdehnung des Probenstabes und
eines Stabes aus einem Vergleichsmaterial. Mit diesem System können auch
zwei Absolutproben gleichzeitig gemessen werden. In den letzten Jahren
werden Dilatometer zur Qualitätssicherung vermehrt im Produktionsprozeß von
Materialien und Halbzeugen eingesetzt. So z. B. auch bei der Herstellung
von Katalysatoren.
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Das Dilatometer-Grundgerät besteht aus einem Gestell für die Montage des
Meßsystems mit Wegaufnehmer und Probenaufnahme, und der Auflage für den
Ofen. Diese Teile sind immer auf die Anforderungen des Anwenders bzw. des
Materials anzupassen. Für die geforderten Temperaturbereiche stehen Öfen
und Kühleinrichtungen im Bereich von -170°C bis 2300°C zur Verfügung.
Je nach Anforderung liefert LINSEIS Dilatometer in waagerechter und
senkrechter Bauweise. Waagerechte Dilatometer können für einfache Messungen
in allen Temperaturbereichen eingesetzt werden. DifferenzDilatometer für
Temperaturen bis 1750°C sind immer senkrecht stehend angeordnet. Dies
ermöglicht eine symmetrische Ableitung der Ofenwärme weg vom Wegaufnehmer.
Höchsttemperatur-Dilatometer für Temperaturen über 1750°C, die unter
Schutzgas bzw, Vakuum betrieben werden, sind in senkrechter Bauweise
ausgelegt um eine Verformung des Meßsystems zu verhindern. Außerdem ist
bei einer senkrechten Arbeitsweise die Reibung zwischen Probe und Halterung
nicht gegeben, das System ist somit noch genauer.
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